25.1.18

Weiberfasching, Weiberherrschaft, Tanz & Trallala und mehr ...

Nächsten Sonntag sind's nur noch 11 Tage bis zum Weiberfasching, dem »schmutzigen Donnerstag«, wo alle Männer krawattenbeschnitten werden, da paßt diese Ebook-Neuerscheinung trefflich:

Gekleidet wie ein Mädchen und gehörig von der Gouvernante gepeitscht: der erziehungsbedürftige junge Julian


Dem armen Pantoffelhelden droht frau nicht nur die Krawatte, sondern gleich auch noch den Pimmel abzu-, zumindest aber zu beschneiden. Seine Hosen gehen auch futsch, er kommt ins Röckchen, unter die Fuchtel und die Zuchtrute des strrrengsten Weibes, das sich denken läßt - verzogener Fratz im Fummel :-)

Julian Robinson, Unterm Pantoffel: Ab 25.1.2018 als Kindle-Ebook für nur 4,99 € nur bei Amazon.de - siehe hier -, hab das Büchlein soeben zur Ebook-Verwurstung ... äh ... -produktion hochgeladen. - Oh, sagte ich »Büchlein«? 111.111 Worte hat's (na ja - fast), fast 400 A5-Druckseiten, ungekürzter Text (denn in der Kürze liegt hier nicht die Würze, höchstens in der Schürze), alle (ursprünglich) drei Bände in einem Band, drei Tage saß ich wie einst Oberplayboy H. Hefner im Bademantel am Rechner, um den 3-in-1-Wälzer neu zu layouten, Korrektur zu lesen und mit ca. zwei Dutzend Anmerkungen zu versehen, denn die klassische Lektüre der Protagonisten von 1893 heischt doch nach mehr Erklärungen, als ich 2006 der Original-Paperbackausgabe mitgegeben habe - z. B. wer war Omphale? Eine mythische Königin, der Odysseus drei Jahre lang im Fummel dienen mußte, so, jetzt wißt ihr's, ihr Banausen (= Handwerker, altgriechisch). 

Drei Jahre im Fummel? Da bin ich mit drei Tagen im Bademantel ja noch gut weggekommen - damals waren's sogar nur rund drei Stunden, als ich für dieses Titelbild posierte, mein allererstes, am 10.10.1997:






























Gut, den Gewerbeschein zur Verlagsgründung hatte ich schon im November 1996 besorgt (und bekam sofort ein Schreiben der Berufsgenossenschaft: wie viele Gabelstapler denn in meinen Hallen führen?), aber danach dauerte es, parallel zu meinem damaligen Fabrikjob, rund 14 Monate, bis die Geschichten für den o. a. Band aus dem Englischen übersetzt oder - die deutschen Stories - von mir geschrieben waren, bis Titelbild und Layout gemacht und 1000 Stück gedruckt waren. Bis heute hat sich der Band knapp 5000 Mal verkauft ... 20 Jahre Marterpfahl Verlag!

Tanz und Trallala

Im Fasching soll man sich amüsieren und tanzen. Steptanzvergnügen pur sieht man hier, und rasant wird's gegen Schluß. Historisches bietet diese Zusammenstellung: »Tempo, Tempo!« Das klingt irgendwie vertraut, auch wenn es natürlich nettere Lehrer(innen) gibt als den in diesem Film hier; interessant und sehr flott wird's da, wo's bunt wird, ab 6:30* nämlich - und diese wildgewordene Sekretärin ab ca. 8:30! Da kann der Chef nur noch mit den Ohren schlackern, und die Zigarre wird kalt. Das wär doch mal was für den nächsten James-Bond-Film, wenn Miß Monneypenny das Ganze durch so eine Stepeinlage etwas auflockern würde! (Schade, daß man nicht erfährt, wie die Aktricen heißen und aus welchen Filmen aus welchem Jahr das jeweils ist.) -
Mit 14 war sie (die Sängerin Evelyn Künneke) Europameisterin im Brustschwimmen, 1942 steppte sie derart, daß Goebbels diese »wilde Szene« als »zu undeutsch« aus dem Film rausschneiden ließ (director's cut, hihi): Karneval der Liebe; angeblich ließ sie sich fünfmal die Nase richten *schnief*. Anfang der 50er besang sie »mein altes Koffergrammophon«. Später konnte sie dann nur noch singen: »Ich bin gewöhnt an mein Gewicht (statt: dein Gesicht)« (hier).
Japanische Schulmädels blasen und trommeln wie die Teufelinnen: In dem Film »Swing Girls« bemühen sie sich, eine Swing-Band auf die Beine zu stellen, bleiben auf dem Weg zum alles entscheidenden Konzert im Schneesturm stecken, stürzen verspätet und völlig abgehetzt auf die Bühne (Swing Girls 1), leider ist dabei auch der Ton ein wenig eingefroren, daher nach den ersten 40 Sekunden bitte umschalten auf Swing Girls 2: Abgesehen von den ersten 2 1/2 Minuten wird's ab 5:30 schön: Sing Sing Sing ist einfach ideal für Show- und Revuetanz, für eine »chorus line« ... (auch dazu gibt's einige Videos - dazu ein ander Mal). Die Swing Girls, die für den Film wirklich ihre Instrumente spielen lernen mußten, blasen zwar nicht perfekt, sind aber ein Beispiel dafür, was man (und frau) in kurzer Zeit alles lernen kann, wenn man muß oder will ... - Die weltlängste »chorus line« gab's 2013 in Dublin, über einen Kilometer weit, Amateure, die die Riverdance-Grundschritte machten, fünf Minuten lang, siehe hier.

Viel Spaß in den letzten drei Faschingswochen! Wir sehen uns danach in (hoffentlich) alter Frische!

*Hier handelt es sich offenbar, wie ich inzwischen herausgefunden habe, um Caterina Valente. Hätt ich gar nicht gedacht, daß die so fantastisch steppen kann! :-) Der Ausschnitt stammt aus dem Film »Und abends in die Scala« (1957; Regie: Erik Ode, der spätere »Kommissar«).

Keine Kommentare: