15.5.17

Marterpfahls Maibaum - Neues und Unterhaltsames im Mai '17

Ebook-Neuerscheinung: 

»Keinen Tag ohne gute Tat« hieß es früher, heute: »Keinen Monat ohne neuen Titel«, diesmal ein Ebook, das den werten Lesern hilft, keuscher zu leben:

Neosteel/Happ,
DAS DA wird dir Manieren beibringen
siehe hier (nur bei Amazon.de als Kindle-Ebook erhältlich)


Somit bleibt heuer der Maibaum in der Röhre, keusch abgeknickt & unschädlich gemacht, statt stolz aufgerichtet zu sein bei Frühlings Erwachen ;-)

Die 5 Readbox-Ebooks des letzten Monats sind leider immer noch nicht lieferbar, da gibt's noch technische Probleme, aber die 5 Amazon-Kindle-Ebooks, die sind alle verfügbar, die Links werde ich nachher in den alten Aprilpost einfügen.

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Zum gemütlichen Teil des Abends :-) :


Die Banken wissen nicht mehr, wohin mit dem Geld. Und zwar ganz wortwörtlich: Seit die EZB den Geschäftsbanken Negativzinsen für bei ihr deponiertes Geld abknöpft, bunkern die ihre Bargeldreserven lieber bei sich daheim - vorausgesetzt, sie haben den Platz dafür. Gäbe es 1000-Euro-Scheine, könnte man eine Milliarde in einem kleiderschrankgroßen Tresor unterbringen, bei Fünfhundertern ist es schon schwieriger, aber die gibt's ja neuerdings auch nimmer, nur noch Zweihunderter, und da hört doch wirklich alles auf! Vor allem endet da der Tresorraum. Auf diesen Aspekt des Fünfhunderter-Verbots weist der Ökonom Sinn hier hin. Gut - daß die offizielle Begründung (Bekämpfung der organisierten Kriminalität) nur die halbe Wahrheit war bei der Abschaffung des Fünfhunderters, das ahnten wir ja schon. Mitgemeint ist dabei ja meist auch ein weiteres Trippelschrittchen in Richtung Abschaffung des Bargelds, dieses »intransparenten Zahlungsmittels«, wie Schäuble es einmal ausdrückte. Ziel ist der transparente, gläserne Bürger, der sich der lückenlosen Überwachung seiner Zahlungsströme und eventuellen Negativzinsen nicht mehr entziehen kann. »Bargeld brauchen nur noch Omas und Kriminelle«, heißt es in Schweden, das auf diesem Weg schon am weitesten fortgeschritten ist. »Wer bar bezahlt,will damit womöglich einen Schwarzarbeiter oder eine Nutte bezahlen« - beides schlimme Verstöße gegen die schwedische Moral.
Ein Lob auf die Schweizer, die haben noch 1000-Franken-Scheine!











Die Münzen abschaffen wird man demnächst vielleicht in Südkorea, siehe hier

Auch Indiens Regierung möchte das Bargeld abschaffen, meldet der SPIEGEL (Link hab ich grad keinen), nachdem vor Monaten schon die geläufigsten Banknoten plötzlich verrufen, d. h. für ungültig erklärt worden waren; nur gegen Registrierung erhielten die Inhaber neue gegen alte. Der Schnüffelstaat läßt grüßen. In Indien scheitert das Ganze aber derzeit noch an der Armut und der miesen Infrastruktur. Gott sei Dank, oder Vishnu sei Dank - oder wer auch immer zuständig ist ... 

Ein Katalane kann laut Regierungsempfehlung unbedenklich 70 g Alkohol täglich trinken, das entspricht wohl einer 0,7-Liter-Flasche zehnprozentigen Weins, ein Deutscher nur poplige 20 g. Woran liegt's? Sind die Katalanen solider gebaut als die Deutschen? Eher ist die moralinsaure Kampagne gegen Alkohol (wie schon früher gegen das Rauchen) in den nördlichen Ländern solider gebaut, siehe hier


Nicht aussteigen, bevor der Stier hält. Oder so ähnlich. Wie hieß es früher an der Innenseite von Zugtüren? »Nicht öffnen, bevor der Zug hält«, glaube ich. Gar nicht öffnen sollte man die Autotüren (ähnlich wie bei einer Löwensafari), wenn man mit dem Auto in Andalusien über die Weiden fährt, auf denen Kampfstiere heranwachsen. Aber diese Weiden öffnen sich eh nur noch Eingeladenen. Die Stierzüchter-Hacienderos spüren, daß ihnen auch in Andalusien mehr und mehr der Wind ins Gesicht weht, und beginnen sich mißtrauisch zu verschließen. Dabei haben diese Stiere während 99% ihrer Lebenszeit ein naturnäheres Leben als ihre medikamentös gepäppelten Stallochsen-Artgenossen. Ihr Fleisch ist in Spanien begehrt. In Deutschland würde man es Ökofleisch nennen. Eine Reportage aus einer allmählich versinkenden Welt, siehe hier.   

Ein schwarzer Tag für die Presse- und Meinungsfreiheit in Deutschland wird der Tag sein, an dem Heiko Maas' geplantes Internetzensur- und -schnüffelgesetz in Kraft tritt - wenn es nicht noch verhindert werden kann. Hier ein Kritiker. Wenn heute schon Tübingens grüner OB Palmer bei Facebook gesperrt wird, nur weil er »Mohrenkopf« geschrieben hat, dann läßt das nichts Gutes ahnen.


Das Leben des Brian. Ostern ist zwar schon vorbei, aber Pfingsten noch nicht; da kann man noch mal den alten, schönen Monty-Python-Film genießen, der schon seit Herbst 2015 online ist - wer weiß, wie lange noch ... 

104 Jahre wurde er alt: Lukas Ammann, der Schauspieler, der um 1970 den Grafen Yoster spielte. Die SM-igste Folge der Serie (englisches Gruselschloß, dominante Frauen, Folter und Kerker) siehe hier. (Der Link von 2013 funktioniert nimmer, und das hier Verlinkte ist vielleicht eine Kopie von einer Kopie und daher etwas unscharf.)



Daß sie so hübsch ist, wußte ich gar nicht: Asia Bibi, die christliche Bäuerin, die schon seit 2009 in Pakistan in der Todeszelle schmort, weil sie den Propheten geschmäht haben soll. Als ein hoher Politiker sie besuchte, ihr Mut zusprach und eine flapsige Bemerkung über das Blasphemie-Gesetz fallenließ, wurde er wenig später von einem seiner Leibwächter ermordet, unter Beifall der Radikalinskis, die in Pakistan immer mehr an Einfluß gewinnen, siehe hier

Führend in Rückständigkeit, das sind die islamischen Länder, siehe hier. Sogar der real existierende Sozialismus muß hier mal gelobt werden, denn der gab Männern und Frauen, vor allem aber Frauen, im Alltag mehr Freiheitsrechte als der Islamismus, in Südjemen etwa, aber auch in Somalia, das heute in Anarchie und Islamismus versinkt. Viele flohen z. B. nach Schweden, aber dort breitet sich jetzt in den einschlägigen Communities der Islamismus auch aus, siehe hier.        
Auf Pellworm gehen die Lichter aus. Dabei war alles so schön geplant: »Auf Pellworm, das ist klar, gelangt man mit ein paar Windrädern und Solarpanels schnell in Autarkienähe. Aber eben nur in die Nähe. Selbstverständlich konnte das Kabel zum Festland während der gesamten Projektlaufzeit niemals gekappt werden. Ein paar Prozent zur Autarkie fehlten immer. Genau auf die aber kommt es an bei dem Konstrukt, das sich Energiewende nennt.« Näheres hier.

Wladimir Putin, der Antichrist: In einem neuen Kirchengemälde in der Ukraine wird jetzt W. Putin in der Hölle dargestellt, amüsiert sich »Russia Today« hier. (Wer war's, Leonardo da Vinci, glaube ich, der einst einen Kardinal, der ihm Schwierigkeiten gemacht hatte, in die Hölle gemalt hatte?) 


Eine schlechte Nachricht für alle GEZ-Hasser: Fällte noch vor Jahresfrist das Landgericht Tübingen eine für GEZ-Hasser günstige Entscheidung (die Gebühr sei nicht pfändbar wie sonstige Schulden), so sieht's jetzt wieder böser aus: GEZ-Schulden dürfen einfach von einem Steuerguthaben abgezogen werden, siehe hier. Somit wäre doch eigentlich erwiesen: Die GEZ-Gebühr ist eine Steuer. (GEZ-Verweigerern darf man sogar die Luft aus den Reifen lassen; Link hab ich gerade nicht parat.)  

1.111.111. So viele Besucher zählt meine gute alte Marterpage mittlerweile. Danke, liebe Gäste! :-) 

Mitte Mai - Zeit, mal wieder (wie jedes Quartal) die Runde bei Facebook zu machen, der US-Tratschbude im Internet: Matthias Grimme berichtet über einen Münchner Buchhändler, der ein Anti-Amazon-Protestplakat ins Schaufenster stellte, siehe hier. Tja, wollen wir hoffen, daß man vor diesem Buchladen auch problemlos und gratis parken kann ... - Eine Wut im Bauch auf Amazon hat auch der Erotikfotograf und -verleger Woschofius, und das völlig  zu Recht: Konto gehackt, dann zwar gesperrt, aber bei Entsperrung völlig inkompetent und nervig unbelehrbar, siehe hier. (15.000 falsche Angebote, das schrieb er Tage vorher - das muß man erst mal schaffen ;-)) - Vor kurzem hat Amazon in seinem Kindle offenbar erstmals eine Silbentrennung eingeführt, und wenn die mies funktioniert, lasten's die Kunden dem Verlag an statt Amazon, siehe hier.


Klimawandel, naß und trist :-( Ende April rundmailte ich einen »Zwischenruf« an meine Freunde:

(Ich kürze das hier mal ab:) Den Heizlüfter »Alaska« muß ich seit Stopp der Heizung am 1. März (wegen Ölmangels) immer wieder aktivieren, und vor Tagen hatte ich morgens gerade mal 10,8 Grad in der ungeheizten Küche ... 
Inzwischen haben wir den 9. Mai, und draußen sieht's immer noch aus wie ein grün angestrichener November. Es ist zum Heulen - ach Mist, das vergrößert ja die Tristesse nur noch! ;-)

PS: Jetzt haben wir den 15.5., das Wetter wird endlich sommerlich - jetzt wird's meinem Rechner alle Naslang zu heiß, ich muß ihn runterfahren. Der Lüfter »Alaska« fächelt ihm jetzt kühle Luft zu, so auch jetzt gerade ... Wahrscheinlich ist er im Inneren verstaubt, und ich komm mit dem Staubsauger nur ans  Gitter ... ach je ... ;-)

Wem das Schweizer Jazzradio, das wir neulich empfahlen, nicht genügt, der kann einmal hier das Swing-Radio aus Limoges probieren oder hier das »1920er Radio« (auch mit neueren Sachen bis hin zu den 50ern) von der US-Ostküste oder das Moskauer Swing-Radio, siehe hier. (Selbst Ländchen wie Luxemburg und Andorra haben einen Sack voll Internetradios.) Viel Vergnügen und bis bald! :-)

PPS: Wie ich gerade der Besucherstatistik entnahm, schnellten in den letzten Tagen die Besucherzahlen in die Höhe, und zwar vornehmlich aus Rußland. Es ist mal wieder eine jener Wochen und Monate, in denen der Marterpfahl-Blog mehr russische als deutsche Leser zählt. Sicher sind darunter viele Hörer des Moskauer Swing-Radios - aber woher wußten die das, wo ich's doch gerade erst veröffentlicht habe? ;-) (Letzte 7 Tage: 502 russische Leser, 101 deutsche. So kraß war's noch nie ;-))

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