11.6.16

Neuerscheinung: Küssen kostet extra. - Und sonst?: Sexistische Werbung, nackte Gartenarbeit, wirbelnder Weihrauch u. v. m.

Neuerscheinung: Küssen kostet extra. Neue Wiener Schlampengeschichten. Von Lorelay. Kartoniert, DIN-A 5, 290 Seiten, 18,- €. (Vorerst nur direkt beim Verlag bestellbar.)


Kommst du mich besuchen? Oder soll ich dich besuchen?


































Textauszug:

»Wer ist der Hauptgewinn?«
»Du!«
»Also ich arbeite ja jetzt für eine Agentur. Und die brauchen ein Mädel für einen Striptease!«

Mädel?? Strip. Tease? Spinnst??? »Hey, Madame, ich hab 15 Kilo Übergewicht und bin musikalisch wie ein Pinguin! Was stellst du dir vor, bitte?« – »Du kannst sogar tanzen wie ein Pinguin«, meint sie, »solange du dich dabei ausziehst!«

Ach so? Wieso? Sie erklärt mir die Lage: Eine Berufsfeuerwehr feiert ihr dreijähriges Bestehen, und zur Feier des Tages gibt es eben Strip und … »Und … was?« – »Najaaaa, die Jungs sammeln Geld, und nach dem Strip werden zwei Namen aus dem Hut gezogen, die dann … mit dir …« Hmmm … Ich ziere mich noch ein bisserl, bevor ich endlich zusage. Bis Bärbel auflegt, habe ich allerdings schon die Garderobe für diesen Abend auf einem Haufen zusammengetragen: String, French Knickers, Strümpfe, High Heels, Bluse, BH, kurzer Rock – und einen kleinen runden Hut à la Joe Cocker …

Drei Stunden später, auf dem weiten Weg: Es ist dämmrig, in der Luft hängt der schwere Duft von Akazien, die kleinen Tiere sind schon schlafen gegangen, die ganz kleinen kleben an meiner Windschutzscheibe, und dann sehe ich es auf der linken Seite. Ein nagelneuer Schuppen. »Berufsfeuerwehr Hinterkreuzberg« steht in großen Lettern auf dem Giebel. Rund ums Tor kringeln sich Girlanden in allen Farben. Alles vorbereitet fürs Fest – das im übrigen morgen stattfindet, ohne mich. Ich bin nur die Vorgruppe, sozusagen. Also kein Grillhuhn, keinen Erdäpfelsalat, keine Krüge mit Bier – nur 15 frisch geduschte Männer zwischen 20 und 45 in schicken Uniformen und mit einem leichten Schwips.  

Zur Begrüßung bekomme ich ein Glaserl Sekt in die Hand gedrückt. Prima – denn jetzt werde ich doch nervös! Der Rudelführer heißt Heinz. Groß, stark, bärtig. Gut trainiert. Die anderen sind in allen Farben sortiert. Nett anzusehen! Ob blond, ob braun, ob Henna, ich liebe alle Männer! Die sind wirklich sehr lieb. Sie nehmen mich gleich in die Mitte und geben mir das Gefühl, dazuzugehören, auf eine unaufdringliche Gentleman-Art, die man hier gar nicht erwartet hätte. Noch ein Glas Sekt. Mir wird wohlig warm im Bauch.

Da hinten steht der Hut, aus dem dann die beiden gezogen werden, die mit mir … Hoffentlich erwischt es den süßen Burli da – oder den Glutäugigen da hinten …! Also wenn ich die Dorfschlampe wäre, wüsste ich schon, wo ich anfinge … 

Einer zieht hier immer das große Los: der Leser. Mit den Erlebnissen Supermizzis und ihrer Kolleginnen vom Wiener horizontalen Gewerbe wird es ihm nie langweilig ... 

[... und wer weiß, ob so was heute noch möglich wäre - daß die Berufsfeuerwehrmänner eine Stripperin und Nutte zu ihrem Berufsjubiläum kommen lassen. Irgendeine Berufsemanze meckert immer - siehe unten zur »sexistischen Werbung«.]



Und nun zu etwas ganz anderem: Dänemark bläst die Energiewende ab. Dabei hatten die's doch so mit dem Wind - aber jetzt doch die Nase voll davon, vor allem von den explodierenden Strompreisen, siehe hier. Ordentlich Nachwuchs produzieren sie aber schon: Poppen für Dänemark



Stellt man sich so eine mecklenburgische Beamtin vor? Wohl nicht - aber für eine Broschüre, die dem örtlichen Handel mit dem Iran aufhelfen soll, posierten die meisten dort abgebildeten deutschen Frauen so bekopftucht. Hurra, wir kapitulieren! [Nachtrag: Inzwischen hat die Behörde die peinlichen Bilder vom Netz genommen, immerhin.] - Über das Rumgeschmuse deutscher Stellen mit iranischen Funktionären  hier und hier. Immer vorne mit dabei: Ex-Bundeskanzler Schröder, der weder mit den Mullahs noch mit Putin größere Berührungsängste zu haben pflegt, Hauptsache, es springt ein Geschäft dabei raus. - Die BILD hat inzwischen übrigens ausgegraben, daß Mutti Merkel persönlich zweimal als eine Mutti der orientalischen Einwanderer agierte: Anfang September 2015, als sie die Schleusen öffnete, und etwa zehn, vierzehn Tage später, als Innenminister de Maizière die Grenzkontrollen an der österreichischen Grenze wiedereinführte und Angie die Grenzschließung persönlich stoppte; er hatte ausdrücklich vorgesehen, auch Leute mit Asylanträgen abzuweisen - Angie strich diesen Passus wieder, und wir wurden von einer Millionenmasse überschwemmt. Und dann erklärte Angie auch noch, man könne Grenzen nicht abriegeln, und x Journalisten, z. B. vom STERN, beteten es nach. Ist das Dummheit oder Chuzpe? Näheres siehe hier. - Arbeitsalltag in Putins Trollfabrik: So arbeiten wohlbezahlte Journalisten für Putin und an der Destabilisierung des Westens, siehe hier. - Gerade habe ich den Rasen gemäht, angetan mit einem Bademantel und nichts drunter, und dabei geschwitzt wie ein Schwein. Vielleicht sollte ich es einmal nackt probieren, wie beim von Nudisten propagierten »World Naked Gardening Day«? Näheres siehe hier. - Der Hugendubel in München wird umgebaut und stark verkleinert, wir sprachen neulich darüber. Um die häßliche Baustelle zu verbergen, wurde davor ein 114 m2 großes Plakat mit einer hübschen Bikini-Mode-Reklame aufgestellt. Und was machen die Leut? Regen sich über sexistische Werbung auf, siehe hier.  - 1 Million! Leser hat meine Verlags-Website www.marterpfahlverlag.com nun seit dem 12.8.1999 gehabt (6 Tage lang unter einer vorläufigen Adresse und seit dem 18.8.'99 dann unter der bis heute gültigen). Wahrscheinlich wurde die Million schon am 4.6. erreicht, aber ich hab's erst jetzt bemerkt. Darauf einen Toast! -   


Zu guter Letzt zum unterhaltsamen Teil des Abends, zum Filmabend: »Jenifer« liefert hier eine schöne Neuinterpretation des alten Grand-Prix-Siegerschlagers »Poupée de cire«. - Als ich 2005 im Rheinland unterwegs war, hieß es in den Deutschlandfunk-Verkehrsmeldungen, die Autobahn A wasweißich bei Mönchengladbach sei nur noch einseitig befahrbar, die andere Fahrbahn sei bereits vom sich ausbreitenden Tagebau Garzweiler II verschlungen worden. Und so sieht es aus, wenn so ein Monster von Braunkohlebagger, hoch wie ein 20stöckiges Haus und 5000 Tonnen schwer, auf dem Weg zu einem neuen Einsatzort eine Autobahn einfach nur überquert. Die Geräusche sind etwa so, wie ich's mir bei einer über den Asphalt schlitternden Titanic oder »das Boot« vorstelle. - Den guten alten Kommissar Van der Valk aus Amsterdam, rauchend und saufend, gibt es hier komplett auf deutsch zu sehen - wer weiß, wie lange noch. Schnell ansehen :-) Und hier sieht man, wie das Botafumeiro, das wild pendelnde Weihrauchfaß, im Dom zu Santiago de Compostela die müffelnde Pilgerschar einnebelt - das sollte man sich eigentlich persönlich anschauen ... 

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